Erfahrungsbericht CaraCompact EDITION PEPPER Weinsberg

Folgender Bericht erreichte uns via Kommentarbereich. Und da dieser so deutlich die Themen

  • Mangelnde Qualitätskontrollen
  • Dichtigkeitsprüfung als Marketinginstrument
  • Abschieben der Verantwortung für die Mängel von der Herstellerin an die Verkäufer
  • Die Lösung: Keine eigenmächtigen Reparaturen, 2 mal Nachbesserungsfristen setzen, Rücktritt falls Mängel nicht behoben wurden

darstellt, veröffentlichen wir ihn mitsamt des Foto- und Videomaterials nochmal als eigenständigen Beitrag.

Hier nun der Kommentar von Tom Volkert vom 16.10.2020:

„Wir haben im Oktober 2019 einen Pepper Modell 2020 gekauft und nun eine 12 monatige Odyssee mit diversen Reparaturversuchen diverser Vertragswerkstätten hinter uns (nur ein paar Beispiele: Griff vom Dachfenster fällt ab / Schubladenverriegelung hält nicht / Heizung fällt aus / Heizungsrohre sind falsch angeschlossen / Schrauben fallen aus Duschtür / WC-Tür klemmt / nach Regen läuft Wasser aus dem Himmel im Fahrerhaus / Head-UP-Display (Serienausstattung) fehlt…

Mit zum Teil wochenlangen Besuchen in Werkstätten (Fehlersuche der Undichtigkeit)….

Das versprochene „Pepper“-Gefühl wurde dann langsam zum „nassen Pfeffer-Frust“.

Mangelnde Qualität kann überall mal vorkommen. Es ist wichtig, wie man die verursachten Probleme dann beseitigt.

Wenn bei der Beseitigung jedoch neuen Schäden generiert werden, der Aufwand für die Kunden immer größer wird, dann noch feststellen muss, dass bei der Auslieferung fehlende Teile, einem dann kostenpflichtig angeboten werden (obwohl diese zur Standardausstattung gehören) aber „man das im Werk scheinbar nur nicht gewusst hat“…usw….dann ist irgendwann mal der Punkt erreicht, wo es für den Kunden nicht mehr lustig ist (wir haben jeden Reparaturversuch mit Video-, Bildern und Text dokumentiert / Textumfang mittlerweile über 66 Seiten / ja in einem Jahr sammelt sich viel an Korrespondenz an).

Ja, wir sind dankbar (wenn der Wagen dann wirklich endlich dicht ist), aber das war eigentlich das, was wir mit der Zahlung der Kaufsumme für einen Neuwagen vom ersten Tag an erwartet haben (und was die Hersteller auch ihren Kunden schulden).

Ein großer Markenhersteller sollte dann den Kunden doch den durch ihn (mangelnde Qualitätskontrollen / überlastete Mitarbeiter usw.) entstandenen Schaden einfach kompensieren können. Aber nein, das ist anders:

Was würden SIE erwarten, wenn SIE wochenlang von Werkstattbesuch zu Werkstattbesuch ihre Zeit in diesen verbringen und sich vielleicht auch überlegen „habe ich einen Neuwagen gekauft?“. Wir haben Probleme die selbst bei einem „billigen Gebrauchtwagen“ in diesem Umfang wohl nicht vorkommen.

10-jährige Dichtigkeitsprüfung:
ACHTUNG! das ist aus meiner Erfahrung NUR Marketing!
Wenn man Probleme hat, dann ist immer AUSSCHLIESSLICH der Händler der Vertragspartner der Ansprechpartner.
Hatte das Dichtigkeitsproblem über 12 Monate mit den Versuchen diverser Händler & Service-Stationen von Knaus. Bei jeder Reparatur ging immer was Neues zusätzlich kaputt.

Bei meiner Beschwerde, zum Schluss in meiner Verzweiflung direkt beim Pressesprecher, wurde mir auch von ihm gesagt „Knaus macht nur B2B Verträge, der Endkunde muss sich immer an den Händler wenden“ (sinngemäß / nicht wörtlich).

Somit nur noch zusätzlich die Hinweise:
Was ist wenn der Händler, z.B.
– nach 9 Jahren nicht mehr existent ist?
– einfach das Problem nicht lösen kann? Oder will?
– usw.

Dann kann man ja den Händler verklagen…
(Anmerkung: die vorher gezahlten Prüfgebühren sind dann auf jeden Fall schon mal weg….)
Knaus macht, wenn überhaupt nur was auf Kulanz…..
Die Dichtigkeitsprüfungen sind mit Sicherheit ein gerne gesehenes Zusatzeinkommen für jeden Händler.

Meine Meinung (anhand der bisherigen Erfahrungen):
Eine Firma mit einer guten Qualität (z.B. Kontrollen im Werk bei der Montage oder vor der Auslieferung) benötigt keine „10 Jahre Dichtigkeitsgarantie“ als Marketingargument.

Bei unserem Womo waren Schrauben abgebrochen, schräg eingedreht, kurz schnell zusammengepfuscht… dann wird es auch nicht dicht und „Gott sei Dank“ haben wir es gleich am ersten Tag der Auslieferung gemerkt.

Dann kam zusätzlich noch die Info, dass der Händler bei dem wir gekauft haben, gar kein Knaus-Händler wäre. Der Händler hatte den Wagen von einem anderen Knaus-Händler selber gekauft.

Als unser direkter Händler das Problem nicht in den Griff bekam, sind wir von Knaus an den „Knaus-Händler“ verwiesen worden. Dieser wollte jedoch den Wagen nicht reparieren, dann wurden wir zu MAN geschickt… nach 7 Reparaturversuchen sind wir direkt auf die Messe nach Düsseldorf auf den Messestand von Knaus gefahren. Dort wurde uns aus Kulanz eine Reparatur zugesagt….
Was für ein Aufwand / Kosten um ein Neufahrzeug dicht zu bekommen….

FAZIT für uns / Tipp an alle:
Wenn was nicht geht, 2 mal Nachbesserung verlangen und wenn es dann nicht behoben ist direkt vom Kauf zurücktreten. Unsere Geduld und Versuche haben uns nun viel Zeit und Geld gekostet, um dann gesagt zu bekommen „für Schäden kommen wir nicht auf“ da müssen Sie sich an den Vertragspartner wenden… und dieser sagt „das war alles ja eine eigenmächtig Reparatur“…. Wird wohl nun ein Rechtstreit werden….

Wie auch immer, man lernt und kann dann nur versuchen andere von solchen negativen Erfahrungen zu warnen.“

Ja, das ist wahr: Man lernt viel dabei – auch wenn es unangenehme Erfahrungen sind, die mit einer anständigen Qualitätskontrolle bei der Herstellerin sicherlich vermieden, zumindest jedoch erheblich reduziert werden könnten.

Vielen Dank an all die Kommentatoren, die bereits ihre leidvollen Erfahrungen hier offen geschildert haben. In den letzten Wochen bemerken wir, dass diese signifikant zunehmen. Das zeigt, dass die Probleme und Mängel bei der Knaus Tabbert AG leider nicht weniger werden, sondern im Gegenteil anscheinend weiter steigen.

Es folgt das Foto- und Videomaterial zu diesem Fall:

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