Es folgt ein Erfahrungsbericht über das Wohnwagenmodell Knaus Sport 420 WD Silver Selection. Wie zahlreiche Beiträge und Kommentare hier berichten, sind Risse im Aufbau von Wohnwagen oder Wohnmobilen der Knaus Tabbert AG leider keine Seltenheit.
»Im Juli 2020 haben wir den o.g. Wohnwagen bei einem Fachhändler neu gekauft.
Der Wohnwagen wurde von uns gehegt und gepflegt. Jetzt im September 2025 habe ich bei den Reinigungsarbeiten zur Einwinterung einen Riss auf dem GFK-Dach vorgefunden. Der Riss zieht sich von einer Seite bis zur anderen, etwa in der Mitte der großen Dachluke und der Abgasleitung.
Auffällig ist, dass es sich bei dem Riss scheinbar nicht um einen typischen Spannungsriss handelt, vielmehr ist der Riss kaum ausgefranzt und kerzengerade, wie an einer Schnur gezogen.
Da sowieso wieder die jährliche Dichtigkeitsprüfung anstand wurde der Riss vom Fachhändler begutachtet und von Ihm eine Garantieanfrage an Knaus gestellt. Die Garantieübernahme wurde von Knaus mit der Begründung, man könne nicht beurteilen welche Einflüsse zwischen Kaufübernahme und Schadensfeststellung auf das Dach eingeflossen sind, abgelehnt. Das ist für mich eine Begründung die ja immer herangezogen werden könnte und somit jeder Garantieanspruch abgewendet werden kann.
Für mich und auch für den Fachhändler handelt es sich hierbei um einen Konstruktionsfehler. Vermutlich gab es an besagter Stelle ein Stoß zwischen zwei Platten der nicht ordnungsgemäß verspachtelt, vernetzt und lackiert wurde und dann mit der Zeit durch Witterungseinflüsse komplett aufgegangen ist.
Auch ein Schreiben an die Geschäftsführung hat an der Ablehnung nichts bewirkt. Daher bin ich der Meinung kann man sich die 10 Jahre Dichtigkeitsgarantie komplett sparen. Knaus verweist auch hier sowieso darauf, dass es sich bei der Garantie lediglich um die Stellen der flexiblen Dichtungen an den Ecken zwischen Dach, Boden und Wänden handelt. Alles andere wird sowieso abgelehnt.
Welch ein Irrsinn, die eigentlichen Konstruktionsflächen sind in den Garantiebedingungen ausgeschlossen.« (Axel Leuteritz)









